
Gewerkschaftshaus Ulm
Die Ausgangslage war schwierig, hoher Leerstand, Instandhaltungsstau,
fehlende Wirtschaftlichkeit und mit der Situation insgesamt unzufriedene
Mieter, einige waren bereits ausgezogen, andere beschäftigten sich
gerade mit diesem Gedanken.
In diese Situation hinein gelang in Ulm ein Neuanfang,
der Gedanke eines gemeinsamen Gewerkschaftshauses wurde geboren.
Das Gewerkschaftshaus zeichnet eine Mischung aus sanierter
alter Bausubstanz, kombiniert mit moderner, offener
Neubauarchitektur aus. Der Prozess für dieses Projekt war
nach Aussage aller Beteiligten beispielhaft und kann
Grundlage für weitere Projekte dieser Art sein.
Wichtigste Säulen des Projektes

Die zukünftigen Mieter sind ebenso bekannt wie die künftigen Bedingungen des Mietvertrages

Abschluss der Mietverträge zu Projektbeginn

Zusammenarbeit mit den Mietern bei der Projektierung

Gemeinsame Entwicklung mieterseitiger Raumprogramme

Konferenzflächen? Ja - aber effektiv!

Mitglieder und Öffentlichkeit aktivieren: „Eine Stadt findet einen Namen für unser Haus“
Zitat:
„Es ist naheliegend, alle Gewerkschaften in einem Haus
zusammenzuführen. Nicht nur aus wirtschaftlichen, sondern
auch aus politischen Gründen. Das hat
Signalkraft und strahlt Stärke aus.“
Michael Braun, 1. Bevollmächtigter der IG Metall Ulm
Neben dem ersten Ziel, alle Gewerkschaften Ulms in einem Haus zu versammeln,
wurden in einem offenen Prozess ergänzende Ziele formuliert:
Gemeinsame Infrastruktur
Die Präsenz aller Gewerkschaften in einem Haus ermöglicht die Zusammenlegung von technischen und infrastrukturellen Funktionen und kann damit einen ganz erheblichen Beitrag zu einer Verbesserung des Mitgliederservices leisten.

Gemeinsamer Empfang „Servicepoint“ im Foyer des Hauses mit der Möglichkeit qualifizierter Dienstleistung und Beratung

Organisationsübergreifende, kurzfristig verfügbare Besprechungsmöglichkeiten

Eine Telefonanlage für alle Gewerkschaften

Kopier- und Druckeinrichtungen nur einmal notwendig

Optimal bewirtschaftete Konferenzflächen zur Durchführung von gemeinsamen Veranstaltungen
Zitat:
„Die Weiterentwicklung des Gedankens „Gewerkschaften
unter einem Dach“ hat großes Potential. Das merken wir
in der Außenwirkung durch gemeinsame Veranstaltungen
und intern in der dynamischen Zusammenarbeit
durch die Nähe des Arbeitsplatzes“
Michael Braun, 1. Bevollmächtigter der IG Metall Ulm
Größere Effizienz
Alle Gewerkschaften in einem Haus ermöglichen in vielen Bereichen eine Zusammenführung von Synergien, die in der Öffentlichkeit starke Signale für Kompetenz, Vertrauen, Innovation, Modernität und Stärke setzen.

Praktizierte Solidargemeinschaft innerhalb des DGB

Öffentlich wirksame Maßnahmen zur Mitgliedergewinnung

Mitgliederorientierte Service- und Beratungsangebote

Gemeinsame Durchführung von Ausstellungen nahe stehender Organisationen

Direkte und schnelle Kommunikation zwischen den Gewerkschaften.
Eine Architektur die moderne Betriebsabläufe unterstützt
Wie soll gearbeitet werden? Einzelarbeit, Teamarbeit, Projektarbeit.
Mit wem wird kommuniziert? Spontan, geplant, vertraulich, etc.
Welche Sonderflächen werden zur Unterstützung der Arbeiten
benötigt? Saal- und Konferenzflächen, gemeinsamer Empfang,
Flächen für Serviceangebote, etc.
Das steht am Anfang der Überlegungen mit dem Ziel:
Motivierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, ausgestattet mit
moderner, unterstützender Bürotechnologie kreieren ein auf die
Mitglieder der IG Metall ausgerichtetes Dienstleistungsangebot.

Großzügige, helle und offen gestaltete Arbeitsplatzbereiche

Abgeschirmte Zonen für konzentriertes Arbeiten

Teamarbeitsplätze zur Unterstützung der Projektarbeit und -kommunikation

Transparenter und freundlicher Mitgliederempfang

Besprechungseinheiten für vertrauliche Gespräche
Zitat:
„Selbstverständlich spielen wirtschaftliche Aspekte eine
Rolle, wenn man ein Haus unter ökonomischen und ökologischen
Gesichtspunkten realisiert. Trotzdem war es möglich,
die Vorstellungen der Einzelgewerkschaften umzusetzen“
Michael Braun, 1. Bevollmächtigter der IG Metall Ulm
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